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Tipps & Anleitungen

wp-config.php verstehen und sicher bearbeiten

Die wp-config.php steuert Datenbank, Sicherheit und Verhalten deiner Website. Wie du sie gefahrlos bearbeitest, welche Konstanten du kennen solltest und wo die Fallstricke liegen.

Die wp-config.php ist die Steuerzentrale deiner WordPress-Installation: Datenbank-Zugang, Sicherheitsschlüssel, Debug-Verhalten, Speicher-Limits — alles läuft über diese eine Datei. Entsprechend gilt: mächtiges Werkzeug, null Fehlertoleranz. Ein Tippfehler legt die komplette Website lahm. Mit der richtigen Arbeitsweise ist sie trotzdem gefahrlos zu bearbeiten.

Sicher bearbeiten: die Grundregeln

  1. Immer per FTP/SFTP oder Dateimanager — nie über einen Editor im Adminbereich. Geht beim Speichern etwas schief, brauchst du einen Zugang, der nicht von der funktionierenden Website abhängt.
  2. Vorher Kopie ziehen: Datei herunterladen, als wp-config.php.bak lokal sichern. Der Unterschied zwischen 30 Sekunden Ärger und einem Abend Fehlersuche.
  3. Nur mit Code-Editor (VS Code, Notepad++) arbeiten — Word & Co. zerstören die Datei mit „smarten“ Anführungszeichen und falscher Kodierung.
  4. Eigene Einträge oberhalb der Stopp-Zeile: Alles Neue gehört vor /* That's all, stop editing! Happy publishing. */ — danach lädt WordPress seine Interna, spätere Definitionen greifen teils nicht mehr.
  5. Nach dem Hochladen sofort testen: Frontend und Admin einmal laden. Bei weißer Seite oder Syntax-Fehler: Sicherungskopie zurückspielen, in Ruhe den Tippfehler suchen (Syntax Error beheben).

Was in der Datei steht

  • Datenbank-Zugang: DB_NAME, DB_USER, DB_PASSWORD, DB_HOST — die vier Werte, die bei Umzügen angepasst werden müssen. Stimmen sie nicht, gibt es den Datenbankverbindungs-Fehler.
  • Sicherheitsschlüssel: die acht AUTH_KEY/SALT-Zeilen verschlüsseln Cookies und Sitzungen. Sie lassen sich jederzeit gegen frische von der offiziellen WordPress-API austauschen — alle Nutzer müssen sich danach neu anmelden (nützlich nach einem Sicherheitsvorfall!).
  • Tabellen-Präfix: $table_prefix — relevant, wenn du in phpMyAdmin die richtigen Tabellen suchst.

Die nützlichsten Konstanten im Überblick

Diagnose:

define('WP_DEBUG', true);
define('WP_DEBUG_LOG', true);
define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);

Fehler sichtbar machen, ohne sie Besuchern zu zeigen — Details im Artikel Debug-Modus.

Ressourcen:

define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M');
define('WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '512M');

Sicherheit & Ordnung:

define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);  // Datei-Editor im Admin aus
define('WP_POST_REVISIONS', 5);     // Revisionen begrenzen
define('WP_AUTO_UPDATE_CORE', 'minor'); // Sicherheits-Updates automatisch

URL-Probleme lösen (Umzug, Redirect-Schleifen, Login-Probleme):

define('WP_HOME', 'https://deine-domain.de');
define('WP_SITEURL', 'https://deine-domain.de');

Sicherheit der Datei selbst

  • Dateirechte: 640 oder 600 — restriktiver als normale Dateien, denn hier stehen Datenbank-Zugangsdaten im Klartext.
  • Nie öffentlich machen: Keine Kopien wie wp-config.php.txt oder wp-config-alt.php im Webroot liegen lassen — Textdateien liefert der Server lesbar aus, mitsamt deiner Passwörter.
  • Ein zusätzlicher .htaccess-Block schadet nicht:
    <Files wp-config.php>
    Require all denied
    </Files>

Bei Ammera Care gehören die wp-config-Grundeinstellungen zum Onboarding-Check: Debug aus auf Produktion, sinnvolle Limits, Datei-Editor gesperrt, Revisionen begrenzt — die unspektakulären Handgriffe, die Websites jahrelang stabil halten. Die Module ansehen.

Häufig gestellte Fragen

Ammera Care Dieser Ratgeber wurde vom Ammera-Care-Team verfasst. Seit 2014 betreuen wir WordPress-Websites für Unternehmen im DACH-Raum.