„Aktualisierung fehlgeschlagen — bitte versuche es erneut.“ Wenn WordPress das sagt, ist beim Herunterladen, Entpacken oder Kopieren der neuen Dateien etwas schiefgegangen. Das Ärgerliche: Ein halb gelaufenes Update kann Reste hinterlassen. Deshalb gehört zur Behebung immer beides — die Ursache finden und aufräumen.
Zuerst aufräumen: die Update-Reste
- .maintenance-Datei löschen: Hängt die Website nach dem Fehlversuch im Wartungsmodus („Kurzzeitig nicht verfügbar…“), liegt die Datei
.maintenancenoch im Hauptverzeichnis — per FTP löschen. Details: Wartungsmodus hängt. - upgrade-Ordner leeren: In
/wp-content/upgrade/sammeln sich Reste abgebrochener Downloads. Inhalt löschen (den Ordner selbst behalten) — korrupte Halbdownloads können auch den nächsten Versuch sabotieren. - Plugin-Ordner prüfen: Brach das Update mitten im Kopieren ab, kann der Plugin-Ordner unvollständig sein — das Plugin wirft dann Fatal Errors. Im Zweifel: Ordner löschen und das Plugin frisch installieren (Einstellungen bleiben in der Datenbank erhalten).
Die Ursachen — vom Häufigsten zum Seltensten
- Dateirechte und Eigentümer: Der PHP-Prozess darf nicht schreiben. Ordner brauchen
755, Dateien644— und der Eigentümer muss der Webserver-Benutzer sein. Nach manuellen Uploads per Root oder falschem FTP-Konto stimmt genau das oft nicht mehr. Per SSH:chown -R webuser:webgruppe .(Benutzername beim Hoster erfragen). - Speicher oder Zeit reicht nicht: Große Plugins (WooCommerce, Page Builder) sprengen beim Entpacken knappe Limits.
WP_MEMORY_LIMITauf 256M,max_execution_timegroßzügiger — siehe Memory Limit erhöhen. - Voller Speicherplatz: Ist das Hosting-Kontingent voll, scheitert jedes Entpacken. Ein Blick ins Panel — und ggf. alte Backups auf dem Webspace löschen (die gehören ohnehin auf externe Speicher).
- Verbindungsprobleme zu wordpress.org: „Download failed“ deutet auf DNS- oder Firewall-Probleme des Servers. Kurz warten und erneut versuchen; bleibt es, den Hoster fragen.
- FTP-Zugangsdaten-Abfrage: Fragt WordPress bei jedem Update nach FTP-Daten, kann PHP nicht direkt schreiben. Die Zeile
define('FS_METHOD', 'direct');in der wp-config.php löst das — sofern die Dateirechte (Punkt 1) stimmen. - ModSecurity/Firewall: Manche Hoster-Firewalls stoppen die Update-Requests. Erkennbar am sofortigen Abbruch; der Hoster kann die Regel ausnehmen.
Das Update manuell durchführen
Wenn es eilig ist (Sicherheitsupdate!) und der automatische Weg klemmt:
- Aktuelle Version von wordpress.org herunterladen und lokal entpacken.
- Per FTP die Ordner
wp-adminundwp-includesauf dem Server löschen und frisch hochladen. - Alle Dateien im Hauptverzeichnis überschreiben — außer
wp-config.phpund.htaccess. /wp-content/nicht anfassen — dort leben Themes, Plugins, Uploads.deine-domain.de/wp-admin/upgrade.phpaufrufen, falls WordPress eine Datenbank-Aktualisierung anbietet.
Plugins gehen analog: Ordner in /wp-content/plugins/ durch die frische Version ersetzen.
Updates, die niemand anfassen muss
Fehlgeschlagene Updates sind fast immer ein Infrastruktur-Signal: Rechte, Limits, Platz. Einmal sauber aufgesetzt, laufen Updates jahrelang störungsfrei. Genau darauf ist Ammera Care gebaut: Updates laufen automatisch mit Pflicht-Backup davor und Funktionstest danach — schlägt eines fehl, wird zurückgerollt und die Ursache landet bei uns, nicht bei dir. So arbeitet das Core-Modul.