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WordPress Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS – Diese Seite funktioniert nicht

WordPress ERR_TOO_MANY_REDIRECTS beheben

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS – Diese Seite funktioniert nicht

Der Browser bricht mit ERR_TOO_MANY_REDIRECTS ab, weil sich zwei Weiterleitungsregeln im Kreis drehen. Meist streiten sich URL-Einstellungen, SSL-Konfiguration oder ein Proxy.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS („Diese Seite funktioniert nicht“) bedeutet: Der Browser wurde von A nach B geschickt, von B zurück nach A — und nach etwa 20 Runden hat er aufgegeben. Irgendwo widersprechen sich zwei Weiterleitungsregeln. Die Kunst ist, das streitende Paar zu finden.

Erste Hilfe: Cookies und Cache ausschließen

Öffne die Seite zuerst in einem Inkognito-Fenster. Lädt sie dort, liegt nur ein veralteter Cookie oder Cache-Eintrag in deinem Browser — löschen, fertig. Lädt sie auch inkognito nicht, ist die Schleife real und serverseitig.

Die 5 üblichen Verdächtigen

  1. WordPress- und Site-Adresse falsch: Steht unter Einstellungen → Allgemein eine andere Adresse, als der Server tatsächlich ausliefert (http vs. https, mit vs. ohne www), leitet WordPress jede Anfrage auf die „richtige“ Adresse um — und der Server zurück. Prüfe die Werte siteurl und home. Ohne funktionierenden Admin geht das per wp-config.php:
    define('WP_HOME', 'https://deine-domain.de');
    define('WP_SITEURL', 'https://deine-domain.de');
  2. Cloudflare-SSL-Modus „Flexible“: Der Klassiker. „Flexible“ heißt: Cloudflare spricht mit dem Besucher HTTPS, mit deinem Server aber HTTP. Erzwingt dein Server oder WordPress gleichzeitig HTTPS, entsteht die perfekte Endlosschleife. Lösung: SSL-Modus auf „Full (strict)“ stellen — ein gültiges Zertifikat auf dem Server vorausgesetzt.
  3. Doppelte HTTPS-Erzwingung: Der Hoster leitet auf HTTPS um, ein Plugin (Really Simple SSL & Co.) tut es ebenfalls, und die .htaccess enthält eine dritte Regel. Eine Instanz genügt — am besten die des Hosters oder eine einzige saubere Regel in der .htaccess. Deaktiviere redundante SSL-Plugins.
  4. Proxy-Header nicht erkannt: Hinter einem Load Balancer oder Reverse Proxy kommt die Anfrage als HTTP an, obwohl der Besucher HTTPS nutzt. WordPress erkennt das nur mit dieser Zeile in der wp-config.php (vor dem require des settings-Files):
    if (isset($_SERVER['HTTP_X_FORWARDED_PROTO']) && $_SERVER['HTTP_X_FORWARDED_PROTO'] === 'https') $_SERVER['HTTPS'] = 'on';
  5. Widersprüchliche .htaccess-Regeln: Alte Umzugs- oder www-Regeln kollidieren mit neuen. Benenne die .htaccess testweise um — verschwindet die Schleife, baue die Regeln einzeln wieder auf und teste nach jeder.

Systematisch statt raten: Die Redirect-Kette ansehen

Mit curl siehst du die Schleife schwarz auf weiß:

curl -sIL https://deine-domain.de | grep -i "location|HTTP/"

Die Ausgabe zeigt jede Station der Kette. Springt sie zwischen zwei URLs hin und her (http↔https oder www↔ohne-www), weißt du genau, welche zwei Regeln sich streiten. Online geht das mit jedem „Redirect Checker“.

Nach der Behebung: Caches leeren

Weiterleitungen werden aggressiv gecacht — im Browser, im CDN, im Page Cache. Nach dem Fix: Cloudflare-Cache leeren („Purge Everything“), WordPress-Caching-Plugin leeren und den Browser-Cache für die Domain löschen. Sonst jagt dich eine längst behobene Schleife noch Stunden.

Solche Konfigurationskonflikte entstehen gern bei Umzügen, SSL-Umstellungen oder Hosting-Wechseln — genau dann, wenn ohnehin viel zu tun ist. Mit Ammera Care ist die Erreichbarkeit deiner Website dauerhaft überwacht: Wenn eine Weiterleitungsschleife zuschlägt, wissen wir es nach spätestens einer Minute — nicht erst, wenn ein Kunde anruft. Mehr zum Core-Modul.

Häufig gestellte Fragen

Ammera Care Dieser Ratgeber wurde vom Ammera-Care-Team verfasst. Seit 2014 betreuen wir WordPress-Websites für Unternehmen im DACH-Raum.