Auf einer typischen WordPress-Seite sind Bilder der mit Abstand größte Posten im Seitengewicht — oft die Hälfte und mehr. Sie sind damit der Hebel Nr. 1 für Ladezeit und Core Web Vitals: Nirgendwo bringt eine Stunde Arbeit mehr Geschwindigkeit.
Schritt 1: Richtige Größe vor dem Upload
Der häufigste Fehler passiert vor WordPress: Kamera- und Smartphone-Bilder mit 4000–8000 Pixeln Breite landen unbearbeitet in der Mediathek. Kein Bildschirm braucht das.
- Inhaltsbilder: max. 1600–2000 px Breite.
- Vollbild-Header: max. 2560 px.
- Logos, Icons: als SVG, wo möglich.
WordPress skaliert Riesenbilder zwar seit einigen Versionen selbst auf 2560 px herunter — aber das Original liegt trotzdem auf dem Server und frisst Speicherplatz. Nebeneffekt zu großer Bilder: der berüchtigte HTTP-Fehler beim Upload.
Schritt 2: Moderne Formate — WebP und AVIF
WebP spart gegenüber JPEG typischerweise 25–35 % Dateigröße bei gleicher Qualität, AVIF noch einmal deutlich mehr. WordPress unterstützt beide seit Längerem nativ (AVIF ab 6.5):
- Der bequeme Weg: Ein Optimierungs-Plugin (Imagify, ShortPixel, EWWW) konvertiert beim Upload automatisch und liefert an moderne Browser WebP/AVIF aus, an alte das Original — kein Bild muss doppelt gepflegt werden.
- Wichtig: Die Konvertierung braucht Serverunterstützung (GD/Imagick mit WebP/AVIF). Ob dein Server sie hat, zeigt Werkzeuge → Website-Zustand.
Schritt 3: Komprimierung
Auch im richtigen Format steckt Luft: Metadaten, zu hohe Qualitätsstufen. Automatische Komprimierung (verlustbehaftet, Qualität ~80–85) ist visuell praktisch nicht wahrnehmbar und spart nochmal deutlich. Einmal eingerichtet, läuft sie für jeden künftigen Upload mit — und gute Plugins optimieren auch die Bestands-Mediathek in einem Rutsch nach.
Schritt 4: Lazy Loading — mit einer wichtigen Ausnahme
WordPress lädt Bilder standardmäßig „lazy“: erst, wenn sie in den sichtbaren Bereich scrollen. Gut so — mit einer Ausnahme, die viele Ladezeit-Messungen ruiniert: Das größte Bild im sofort sichtbaren Bereich (Hero-Bild) darf NICHT lazy laden, sonst verschlechtert sich der LCP-Wert (Largest Contentful Paint). Moderne Themes und WordPress selbst nehmen das erste Bild automatisch aus; prüfe es mit PageSpeed Insights — steht dort die Warnung „LCP-Bild wurde verzögert geladen“, gehört beim Hero-Bild loading="eager" bzw. fetchpriority="high" gesetzt.
Schritt 5: Nicht vergessen — Alt-Texte
Bildoptimierung ist nicht nur Technik: Der Alt-Text beschreibt das Bild für Screenreader und Suchmaschinen. Er ist Pflicht für Barrierefreiheit, hilft der Bildersuche und kostet zehn Sekunden pro Bild. Regel: beschreiben, was zu sehen ist — kein Keyword-Stuffing.
Die Reihenfolge für Bestands-Websites
- Optimierungs-Plugin einrichten (Konvertierung + Komprimierung + Auto-Optimierung neuer Uploads).
- Bestands-Mediathek im Bulk optimieren (nachts laufen lassen).
- PageSpeed Insights vorher/nachher messen — der Unterschied ist meist zweistellig.
- Workflow festlegen: Ab jetzt kein Bild mehr über 2000 px in die Mediathek.
Im Speed-Modul von Ammera Care ist genau das eingerichtet und überwacht: automatische Bildoptimierung mit WebP/AVIF, professionelles Caching und wöchentliche Core-Web-Vitals-Messung mit Verlauf — damit schnelle Bilder kein Einmal-Projekt bleiben, sondern Zustand. Zum Speed-Modul.